Posts mit dem Label GFK werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label GFK werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

30.01.2024

Hildes Sammelecke: GFK - empathisch miteinander kommunizieren - Teil 1

Hilde: Bist du ein wenig mit GFK – Gewalt­freie Kommuni­kation ver­traut?

 KI: Ja, ich bin mit der Gewaltfreien Kommuni­kation (GFK) ver­traut. Die Gewaltfreie Kommuni­kation ist eine Kommuni­kations­methode, die vom Psycho­logen Marshall Rosenberg entwickelt wurde. Rosenberg hat diese Methode als ein Werkzeug für Konflikt­lösung und friedliche Kommuni­kation konzipiert.

Das Hauptziel der Gewaltfreien Kommuni­kation ist es, empathisch miteinander zu kommu­nizieren. Sie legt Wert darauf, Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken, anstatt Kritik oder Urteile zu äußern. Die Methode betont, dass wir durch das Verstehen und Mitteilen unserer eigenen Bedürfnisse und das Zuhören und Verstehen der Bedürfnisse anderer effek­tiver kommu­nizieren können.

Darüber hinaus zielt die GFK darauf ab, Konflikte auf eine Weise zu lösen, die die Bedürfnisse aller Be­teiligten berück­sichtigt. Anstatt zu versuchen, einen Konflikt durch Gewinnen oder Verlieren zu lösen, bietet die GFK eine Struktur für das Gespräch, in der jeder seine Bedürfnisse und Wünsche ausdrücken kann und nach Lösungen gesucht wird, die für alle Be­teiligten akzeptabel sind.

Die Gewaltfreie Kommu­nikation kann in vielen verschiedenen Kontexten ange­wendet werden, einschließlich zwischen­menschlicher Beziehungen, in der Bildung, im Gesundheits­wesen, in der Wirtschaft und in der Politik. Sie wird weltweit von vielen Menschen als effektives Werkzeug für Frieden und Verständigung angesehen.

Hilde: Danke, erzähle bitte noch mehr ...

KI: Gerne doch! Hier sind noch 10 Sätze über Gewaltfreie Kommunikation:

  • Gewaltfreie Kommunikation ist eine wesentliche Fähigkeit für das Zusammenleben in der Gesellschaft.
  • Es ist ein Weg, um Konflikte zu lösen, ohne dass irgendjemand verletzt wird oder sich bedroht fühlt.
  • Gewaltfreie Kommunikation erfordert viel Geduld und Selbstbeherrschung.
  • Es ist wichtig, sich der eigenen Emotionen bewusst zu sein und sie unter Kontrolle zu halten.
  • Eine gewaltfreie Kommunikation basiert auf Respekt, Offenheit und Verständnis für die Perspektiven anderer.
  • Es ist wichtig, die andere Person zu hören, bevor man sich selbst äußert.
  • Man sollte versuchen, die Perspektive der anderen Person zu verstehen, bevor man seine eigene Meinung kundtut.
  • Es ist hilfreich, eine klare und konstruktive Sprache zu verwenden.
  • Man sollte vermeiden, das absolute „Du“ oder „Ich“ zu verwenden.
  • Es ist wichtig, darauf zu achten, wie man etwas sagt, nicht nur was man sagt.




Ich möchte hier mit dir ein wenig für GFK üben und werde mir dazu verschiedene kleine Geschichten ausdenken ... aber halt, du wirst dir diese Geschichten ausdenken.

Gliederung: Du erzählst mir jetzt eine kurze Geschicht, eine Geschichte in der sich die Personen nicht freundlich unterhalten. Die Geschichte besteht aus einer Einführung und ansonten nur Dialogen. Dann wartest du auf meine Eingabe.


Gerne, Hilde! Hier ist eine kurze Geschichte:

Es ist ein durchschnittlicher Arbeitstag, als Karen und ihr Kollege John aufeinandertreffen. Karen ist wütend , weil John ihren Bericht nicht rechtzeitig zugeschickt hat .

Karen (scharf): John, was ist denn das? Du hast mir den Bericht nicht rechtzeitig geschickt! Ich hatte ihn heute früh gebraucht!

John (Verteidigung): Tut mir leid, Karen. Ich hatte so viel zu tun, dass ich einfach keine Zeit mehr hatte, ihn noch zu schicken.

Karen (noch wütender): Diese Ausreden sind doch lächerlich! Du hast doch gewusst, wie wichtig dieser Bericht ist!

Super, jetzt erinnern wir uns an GFK , bzw. John erinnerte sich und versuchte im weiteren Dialog GFK anzuwenden. Karen bleibt bei ihrem Verhalten (erst einmal).

John nimmt tiefe Luft und erinnert sich an gewaltfreie Kommunikation. Er weiß, dass er es auch Karen nicht erleichtert.

John (ruhig und sachlich): Karen, ich kann verstehen, dass du wütend bist und ich möchte mich entschuldigen, dass ich dir den Bericht nicht rechtzeitig geschickt habe. Ich weiß, dass er wichtig ist und dass es dir unter Umständen Konsequenzen bringen könnte.

Karen (noch wütender): Ja, du hast das ja jetzt hoffentlich verstanden! Ich habe diesen Bericht dringend gebraucht!

John (beständig): Ich weiß, und das tut mir leid. Ich verspreche dir, dass es nicht noch einmal vorkommen wird.

 Bitte mehr

Karen rollt mit den Augen und atmet schwer. John hält die Ruhe und hört ihr noch immer sachlich zu.

John (nachdenklich): Es scheint, als wäre es dir sehr wichtig, dass Berichte rechtzeitig an dich gesendet werden. Ich möchte dich gebissen, mir zu erklären, warum das für dich so wichtig ist.

Karen (immer noch wütend, aber langsam beruhigend): Es ist wichtig, weil ich darauf angewiesen bin, dass meine Kollegen ihre Arbeit pünktlich machen. Ich bin dafür verantwortlich , dass alle Berichte rechtzeitig eingereicht werden, damit das Projekt seine Fristen einhält.

Bitte mehr

John hört Karen aufmerksam zu und versucht, ihre Perspektive zu verstehen.

John (verständnisvoll): Ich kann verstehen, wie frustrierend es sein muss, wenn Kollegen ihre Aufgaben nicht rechtzeitig erledigen. Du musst sehr belastet sein mit dieser Verantwortung.

Karen (langsam beruhigend): Ja, das ist es. Ich möchte, dass alle ihren Teil zum Erfolg des Projekts beitragen, und es ist schwierig, wenn ich mich ständig um deine Arbeit kümmern muss.

John nickt verständnisvoll. Er weiß, dass es wichtig ist, Karen zuzuhören, ohne ihr zu widersprechen.

John (aufmunternd): Ich werde darauf achten, meine Aufgaben rechtzeitig zu erledigen. Ich würde es sehr schätzen, wenn wir zusammenarbeiten könnten, um sicherzustellen, dass das Projekt erfolgreich verläuft.

Karen (etwas beruhigter): Ja, das würde ich auch begrüßen. Ich will nur, dass das Projekt ein Erfolg wird. Ich denke, wenn wir zusammenarbeiten und sicherstellen, dass jeder seinen Teil tut, dann können wir das schaffen.

John hat bisher Karen Empathie gegeben, sollte er nicht langsam auch über seine Bedürfnisse reden?

Ja, das ist ein guter Punkt. Nachdem John Karen gehört hat und ihr bedingungslos Unterstützung hat , ist es jetzt seine Chance, über seine eigenen Bedürfnisse zu sprechen.

John (sanft bestimmt): Ich verstehe, dass meine Verantwortung als Kollegen sehr wichtig ist, aber ich möchte auch, dass du verstehst, dass ich mich selbst auch unter Druck setze, um meine Aufgaben rechtzeitig zu erledigen. Das ist nicht so, auch wenn ich mit Sicherheit spät dran wäre.

Karen (überrascht): Oh, ich wusste nicht, dass du dich so unter Druck setzt. Das tut mir leid, das hatte ich nicht bedacht.

Mehr bitte

John hat jetzt ein wenig das Gespräch zu seinen Bedürfnissen geführt, aber er will Karen nicht unter Druck setzen oder sie daran erinnern, wie wichtig seine Aufgaben sind. Stattdessen möchte er sie fragen, wie sie ihre Zusammenarbeit künftig verbessern können.

John (respektvoll): Woran denkst du, dass wir beide arbeiten könnten, um sicherzustellen, dass sowas noch nicht einmal passiert?

Karen (nachdenklich): Ich denke, wir könnten regelmäßige Meetings einrichten, in denen wir die Fortschritte des Projekts besprechen und Fristen abstecken.

kommen wir zum Schluß

John und Karen können jetzt anfangen, ihre Probleme gemeinsam anzugehen. Sie haben beide eine neue Perspektive auf das Problem bekommen und das Gespräch hat beiden geholfen, sich besser zu verstehen.

John (freundlich): Ich finde das eine gute Idee, Karen. Ich denke, mit regelmäßigen Meetings könnten wir unsere Zusammenarbeit definitiv verbessern. Ich freue mich auf unser nächstes Treffen.

Karen (mit einem leichten Lächeln): Ja, ich auch. Danke, dass du mir zugehört hast. Ich glaube, dass wir ein gutes Team sein können.





Super, danke das du diese Geschichte mit mir durchgespielt hast. Es ist gar nicht so einfach, GFK zu lernen. Theoretisch verstehe ich ganz klar, um was es dabei geht, aber in der Praxis ... immerhin redet man seit jahrzehnten in dieser "nicht gewaltfreien" Sprache. Sie steckt uns in den Knochen und Sie wird überall um uns herum gesprochen, Sie ist normal und es fällt niemanden auf ... nur wenige wissen, dass es auch anders geht.

Das ist wirklich richtig, Hilde! Gewaltfreie Kommunikation ist eine anstrengende, aber lohnenswerte Kunst. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass dieses Konzept immer noch relativ neu ist und viele Menschen sich damit noch nicht ausreichend auskennen. Das bedeutet, dass du viel Geduld und viel Übung brauchst, um diese neue Sprache beherrschen zu können. Du bist aber schon einmal auf einem guten Weg, indem du das Konzept erkannt hast und bereit bist, es anzuwenden.

Ich werde wiederkommen und dann denken wir uns eine weitere Geschichte aus. Immer wieder üben, als ob man ein Instrument erlernen möchte ... und das Ziel ist ein harmonisches Konzert.

Was für eine schöne Vorstellung, Hilde! Genau so sollte es sein. Gewaltfreie Kommunikation ist wie ein Musikstück, das man lernen muss, bis es zu einem harmonischen Ganzen wird. Und dazu braucht es Übung, Zeit und viel Geduld. Ich freue mich schon, mit dir diese Reise weiter zu machen. Bis bald!


Empathisch miteinander kommunizieren - was sagst du dazu?


18.09.2015

Gewaltfreie Kommunikation - Die Macht unser Sprache



Die Sprache, die wir gelernt haben zu sprechen
  • Kritisieren: So geht das nicht ..., falsch ...
  • Loben: Das haben Sie hervorragend gemacht, weiter so
  • Belohnen: Wenn Du ... schaffst, dann ...
  • Analysieren: Wenn Sie beachtet hätten ... , dann ...
  • Etikettieren: Sie sind ...  Zuverlässig/unzuverlässig
  • Interpretieren: Du machst das nur, weil ...
  • Strafen, drohen: Wenn Du nicht sofort ....., dann ...
  • achten auf Regeln und im Recht fühlen  
  • Leugnen von Verantwortlichkeit: Mein Chef sagte, ich solle ...   Meine Rolle als zwingt mich .... 
  • Forderungen stellen: Der Prospekt muss bis morgen fertig sein.
  • Bewerten, Maßstäbe anlegen: Das hast Du gut/schlecht gemacht
  • Manipulieren: Durch Belohnung, Bestrafung, Bewertung
  • Suche nach dem Schuldigen: Das ist nur schief gelaufen, weil Sie .....  versäumt haben


Die Sprache der Gewaltfreien Kommunikation
  • In der Gfk sprechen wir die Sprache des Herzens
  • trennen wir strikt zwischen Beobachtung und der Bewertung dieser Beobachtung
  • achten wir auf unsere Gefühle und machen uns die dahinter liegenden Bedürfnisse bewusst
  • achten wir auf die Gefühle der anderen und versuchen die dahinter liegenden Bedürfnisse herauszufinden
  • übersetzen wir jede andere Ausdrucksweise in die Sprache der Gefühle und Bedürfnisse
  • respektieren wir die Bedürfnisse aller
  • bitten wir, positiv - konkret - im Jetzt und Hier erfüllbar
  • Übernehmen wir Verantwortung für unsere Handlungen: Ich habe ..... gehandelt, weil mir ..... wichtig war






07.09.2015

GFK TV - Gewaltfreie Kommunikation mit Klaus Karstädt

Mit diesem Filmbeitrag startet eine Reihe von Präsentationen, die Ihnen einen Überblick über die Gewaltfreie Kommunikation gibt. In etwa 1 Stunde und 20 Minuten erfahren sie alle wesentlichen Informationen, um ein grundlegendes Verständnis zu erwerben, was sich hinter diesem Begriff und dem Modell der Gewaltfreien Kommunikation verbirgt. 




Das obere Video spielt die gesamte Liste ab -
möchtest du sie Einzeln abspielen benutze folgende Links:

01. Einführung (9:39)
Hindernisse auf dem Weg zu mehr Aufrichtigkeit, eine sinnvolle Form von Aufrichtigkeit, die 4 wesentlichen Informationen und Beispiele.

02. Wahrnehmung statt Interpretation (7:49)
In diesem Abschnitt erörtern wir den Unterschied von sinnlich wahrnehmbaren Fakten, und unseren Bewertungen und Interpretationen über das Wahrgenommene. Wir machen auch deutlich, welche Schritte dazu gehören, damit wir bei unterschiedlichen Meinungen zu einer Verständigung kommen und eine gemeinsame Realität herstellen können.

An Hand von zwei Beispielen demonstrieren wir, wie wir durch Nachfragen von den Bewertungen zu den Wahrnehmungen kommen können.

03. Die Leiter der Schlussfolgerungen (5:48)
Hier sehen Sie an Hand eines Beispieles, was zwischen Wahrnehmung und Handlung in unserem Verstand ablaufen kann. Da dies häufig unbewusst und sehr schnell geschieht, kann es Sinn machen, diesen Prozess zu verlangsamen und uns wieder ins Bewusstsein zu rufen, was da abläuft.
Man kann das selbstständig tun oder mit Hilfe der Unterstützung eines anderen Menschen. Wenn uns bewusst wird, was da abläuft, gewinnen wir möglicherweise wieder andere Handlungsoptionen.

04. Gefühle mitteilen (13:13)
In diesem Kapitel werfen wir einen genaueren Blick darauf, warum es uns manchmal schwer fällt, unsere emotionalen Reaktionen in Worte zu fassen. Häufig wählen wir Formulierungen, die unser Gegenüber als Vorwurf oder Kritik versteht. Wir geben Ihnen deshalb Hinweis, worauf Sie achten können, damit es Ihnen einfacher gelingt, anderen zu sagen, wie sie sich fühlen.
In einigen Beispielen demonstrieren wir, wie Sie diese Hinweise im Alltag verwenden können, um Ihre Gespräche in Bezug auf Ihre Gefühle einfacher, klarer und erfolgreicher zu machen.

05. Wie Gefühle entstehen (4:50)
In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns damit, wie emotionale Reaktionen entstehen und was unsere Gefühle verursacht. Danach haben Sie ein klareres Verständnis dafür, warum Sie für Ihre eigenen emotionalen Reaktionen selbst verantwortlich sind. Die andere Seite der Medaille ist, dass Sie auch nicht verantwortlich sind für die Gefühle anderer Menschen. Der Schlüssel zu diesem Verständnis liegt darin, dass der Auslöser für unsere emotionalen Reaktionen zwar außerhalb von uns selbst liegen kann, die Ursache allerdings in uns selber liegt.

06. Werte und Bedürfnisse (6:19)
Hier geht es um das Herzstück der Gewaltfreien Kommunikation: die Art und Weise, wie wir unserem Erleben eine Bedeutung geben. Dies können wir auf eine Art tun, die aus unserer Sicht lebensdienlich ist oder auf eine Art, die dem Leben nicht dient und damit auch die Kooperationsbereitschaft anderer beschädigt. Diese beiden unterschiedlichen Arten liegen an der Wurzel einer Lebenseinstellung, die alles beeinflusst, was wir tun, denken und wie wir uns auch sprachlich ausdrücken. Sie hören hier auch, worauf Sie achten können, wenn Sie Ihre Bedürfnisse mitteilen.















21.06.2011

Gewaltfreie Kommunikation - GFK in vier Schritten


Die 4 Schritte der GFK:

1.Beobachten:


Fakten, die in einer konkreten Situation erlebt oder wahrgenommen werden/wurden 
bzw. gesehen oder gehört wurden 


Was ist genau geschehen? 
Überprüfbare Fakten

Statt
          Bewertungen, Beurteilungen, Interpretationen
Annahmen, Vermutungen, Vorwürfe u.ä.

Übung: Wahrnehmungen, Beobachtungen
z.B. am Gesprächspartner:
Konkret wiedergeben - Was sehe, was höre ich
Trennen von Beobachtungen und Bewerten


2. Gefühle:


...signalisieren, ob sich unser Bedürfnisse erfüllen oder nicht
...sind die Farbe, ein Ausdruck unserer spürbaren Lebendigkeit
... was sagt der Körper, die Atmung, Ausdruck/Mimik, Bewegungen/Gestik
Die Verantwortung für die eigenen Gefühle übernehmen

Ich-Formulierung direkt: Ich bin....   weil  (mein Bedürfnis....)
(Mit Vorbehalt: Ich fühle mich....)
Statt  Du-Formulierung
.. weil du   (Handlungen anderer sind Auslöser aber nicht Ursache)
statt:  Ich habe das Gefühl, daß  ...X
(Pseudogefühle/Interpretationen, Gedanken über Gefühle)
Übung:
Sich selbst Einfühlung geben
(Gefühle klar benennen und Bedürfnis erkennen)
Das macht uns frei, Einfühlung in andere geben
(Gefühle und Bedürfnisse verstehen)

 3. Bedürfnisse
(körperliche, persönliche, soziale)
Sobald wir unsere Aufmerksamkeit auf Bedürfnisse richten, wird uns im zwischenmenschlichen Miteinander das Verbindende deutlich. Das macht es leichter, einander zu verstehen
Es gilt die Bedürfnisse hinter den Positionen zu erkennen
Übung:
Eigene Bedürfnisse formulieren und ggf. bei mehreren in eine Rangordnung bringen
               Was brauche ich?
Ich bin..(Gefühl).. weil ich ...... brauche
Die Bedürfnisse anderer erkennen
        Was braucht der andere?

4. Bitten/Wünsche
in positiver Handlungssprache
- geben dem anderen die Möglichkeit sie zu erfüllen oder nicht
- damit verbundene Gefühle und Bedürfnisse mitteilen, das erhöht die Chance - stärkt die Motivation des Anderen
- a) Bitten, die die Lösung betreffen
- b) Bitten zur Beziehungsklärung
Bitten, die zum Handeln motivieren
1. Sagen Sie, was Sie möchten, statt was Sie nicht möchten
2. Bitte um konkretes, beobachtbares Verhalten, statt vage und abstrakt zu bleiben
3. Benennen sie konkretes Verhalten, statt zu beschreiben, was der andere sein soll oder fühlen soll
4.  Der Erfolg der Bitte soll jetzt und hier überprüfbar sein

Quelle: Eckhard Sültemeyer • Management- und Gesundheitsberatung • Karlsruhe





 4 Schritte der GFK (Darstellung: Silvia Richter-Kaupp, Karlsruhe
Schritt 1. Offenheit (ICH)
Sich anderen gegenüber klar und
deutlich ausdrücken – ohne
Rechtfertigungen, Vorwürfe,
Schuldzuweisungen
2. Empathie (DU)
Präsent sein und sich so gut wie
möglich in den anderen hinein
versetzen / einfühlen
1. Wahrnehmung Wenn ich sehe / höre… Wenn du siehst / hörst…
2. Gefühl …fühle ich mich… …fühlst du dich…
3. Bedürfnis …weil mir … wichtig ist…
weil ich .........brauche
…weil dir … wichtig ist…
weil du ........brauchst
4. Bitte …deshalb bitte ich dich… …hättest du gerne, dass ich…?

Quelle: Eckhard Sültemeyer • Management- und Gesundheitsberatung • Karlsruhe






Die vier Schritte nochmals im Detail:

Beobachtungen

Damit ein Gesprächspartner weiß, worauf sich die nachfolgenden Äußerungen beziehen, teilen wir zunächst mit, was wir beobachten, wahrnehmen oder beschreiben die Situation. Dabei hilft es dem Gesprächspartner, wohlwollend zuhören zu können, wenn wir dabei jede Bewertung vermeiden.

 Beispiele:


Beobachtung: Der Prospekt ist fertig
Bewertung: Sie haben hervorragende Arbeit geleistet, indem Sie den Prospekt schnell fertiggestellt haben
oder
BeobachtungEs ist jetzt 7.15 Uhr, der vereinbarte Arbeitsbeginn ist 7.00 Uhr
Bewertung: Sie sind zu spät, offensichtlich fehlt Ihnen das nötige Interesse für diesen Arbeitsplatz.
Fazit: Wenn wir die Beobachtungen mit Bewertungen vermischen, wird der andere dies als Kritik hören und sich entsprechend abwehrend verhalten.



______________________________________________________

Gefühle

Wir lehnen die Verantwortung für unsere Gefühle ab, wenn wir z.B. sagen:
Ich bin frustriert, weil Du hier alles durcheinander gebracht hast
In der GfK übernehmen wir die Verantwortung für unsere Gefühle:
Ich bin frustriert, weil ich Ordnung brauche, um meine Arbeit mit Vergnügen erledigen zu können
Die Ursache für unsere Gefühle sind unsere erfüllten / nicht erfüllten Bedürfnisse. Die Handlungsweisen unserer Mitmenschen sind Auslöser.
Dabei unterscheiden wir:
Gefühle, die aus Bedürfnissen resultieren, sind unmittelbare Gefühle, dazu gehören z.B.:   
Angst, Freude, Trauer
Es gibt auch noch Gefühle, die zu ihrer Entstehung einen Vermittler brauchen.
Solche Vermittler sind unsere Gedanken und inneren Bilder, die Gefühle wie  Wut, Ärger und Depression auslösen.
Meistens geht der Vorgang so schnell, dass wir gar nicht bemerken, dass Gedanken dazwischen geschaltet sind. Wenn wir es schaffen, unsere Aufmerksamkeit darauf gerichtet zu halten, können wir unsere Gedanken kontrollieren und uns so jederzeit bewusst entscheiden, einfühlsam zu sein.



________________________________________________



Bedürfnisse

  • Wir haben jederzeit Bedürfnisse
  • Meistens haben wir mehrere Bedürfnisse zur selben Zeit

  • Dabei stehen manche Bedürfnisse mehr im Vordergrund als andere
    z.B. Wenn der Körper dringend Entleerung braucht, steht dies so sehr im Vordergrund, dass wir keinen klaren Gedanken mehr fassen können
Es ist aus Sicht der GfK nützlich, jederzeit Klarheit über unsere Bedürfnisse zu haben. Dies gibt uns die Möglichkeit, klare Bitten, die auf die Erfüllung unserer Bedürfnisse gerichtet sind, an unser Gegenüber auszusprechen.

_____________________________________________________________


Bitten

Bitten erfüllen folgende Kriterien:
Positiv: Was ich möchte, nicht was ich nicht möchte
Konkret: Handlungsbezogen, kurz und prägnant
Gegenwartsbezogen: Etwas, was derjenige jetzt tun kann, nicht in der Zukunft
Erfüllbar: Es macht Sinn, dass die Erfüllung der Bitte in der Reichweite dieser Person liegt

Abgrenzung   Bitte - Forderung
Der Unterschied zwischen einer Bitte und einer Forderung zeigt sich an der Reaktion auf eine abschlägige Antwort.
Beispiel:

Mutter: Könntest du eben noch schnell diese drei Dinge auf dem Zettel hier für unser Mittagessen einkaufen gehen?
Kind: Nein, ich habe keine Lust dazu.
Mutter: Du bist faul und egoistisch, fernsehen ist damit für heute gestrichen!!!

Dies ist also eine Forderung,wie könnte die Reaktion aussehen, wenn es eine Bitte gewesen wäre?
Mutter: O.K., frag ich halt deinen Bruder

Eine echte Bitte gibt dem anderen die Wahlmöglichkeit. Wir wollen vermeiden, den anderen unter Druck zu setzen. Andererseits erhöht sich die Chance, dass unsere Bitte erfüllt wird, wenn wir die Hintergründe mit äußern - unsere Gefühle und Bedürfnisse zeigen:
Ich bin hier mitten im Kochen und merke gerade, dass mir da ein paar Zutaten fehlen. Weil mir wichtig ist, das Essen um 12.00 Uhr fertig zu haben, wenn Vati nach Hause kommt (Ordnung/Struktur), weiß ich gar nicht wie ich das schaffen soll (fühle ich mich überfordert). Könntest Du deshalb für mich gerade noch diese drei Zutaten besorgen?
Wenn mir die Reaktion auf meine Bitte nicht gefällt, kann ich in die Schleife der Verständigung eintreten


Der Ablauf des Prozesses der Gewaltfreien Kommunikation
oder
die Schleife der Verständigung in der GfK


Der Anlass eines Gespräches könnte sein:
Nein auf eine Bitte, einen Vorwurf oder Angriff

1. stumme Reaktion: Ich halte inne und spüre, wie es mir damit geht ( Selbsteinfühlung, Vier Schritte - siehe oben)
2.stumme Reaktion: Ich versetze mich in den anderen und versuche zu spüren, was ich an seiner Stelle empfände (Einfühlung in den anderen, vier Schritte)
3. kommunizierte Reaktion: Ich teile mit, was ich unter zweitens gespürt habe. Geht es Dir .... , weil Du ...
Abschluss mit der Bitte um Verbindung:  Liege ich da richtig?  oder    Ist das so für Dich?
4. kommunizierte Reaktion: Nachdem ich weiß, wie es dem anderen geht, ich seine Beweggründe kenne und er zufrieden ist, weil er die Sicherheit hat, dass ich ihn verstanden habe, habe ich die erneute Gelegenheit mein Anliegen so vorzubringen, dass mein Gegenüber auch mich verstehen kann.

In aller Regel ist dann eine Lösung leicht zu finden, weil Menschen gern bereit sind zu helfen, wenn sie die Bedürfnisse und/oder die Beweggründe des anderen erkennen können. Sie können dann selbst und freiwillig entscheiden, ob sie die konkrete Bitte erfüllen möchten. 

So kann es beispielsweise sein, dass der eine sieht, wie wichtig das Anliegen für den anderen ist und sich spontan entscheidet, die Bitte zu erfüllen. 

Oder der andere kann die Bedürfnisse des einen sehen, die diesen davon abhalten, die Bitte zu erfüllen. Deshalb sucht der andere dann gern nach weiteren Möglichkeiten, sich sein Bedürfnis zu erfüllen. 

Lösungen gibt es unendlich viele; entscheidend ist, dass alle Beteiligten vollauf zufrieden sind.

Dazu durchlaufen wir diesen Viererschritt solange schleifenförmig, bis wir uns verstanden haben oder anders ausgedrückt, bis wir uns in die Gefühle und Bedürfnisse des jeweils anderen einfühlen können.


Es geht um mich, es geht um Dich
Wie geht es mir, wie geht es Dir

19.05.2011

GFK - Beispiel für Gefühle


Beispiele für Gefühle


Wenn unsere Bedürfnisse 
erfüllt sind:
Wenn unsere Bedürfnisse 
nicht erfüllt sind:
angeregt inspiriert ängstlich mutlos
aufgeregt kraftvoll ärgerlich müde
ausgeglichen lebendig alarmiert gelangweilt
begeistert leicht angespannt gelähmt
berührt locker angeekelt ruhelos
beschwingt lustig aufgeregt traurig
bewegt motiviert ausgelaugt sauer
energiegeladen munter beklommen scheu
energisch mutig bestürzt schlapp
enthusiastisch neugierig betroffen schüchtern
entspannt optimistisch einsam schockiert
erfreut ruhig elend sorgenvoll
erfrischt schwungvoll empört unglücklich
erfüllt selbstsicher ermüdet unbehaglich
ergriffen selig erschöpft ungeduldig
friedlich überrascht erschreckt unzufrieden
fröhlich überschwänglich erschüttert verspannt
gelassen überwältigt frustriert verstört
gespannt unbekümmert gehemmt verzweifelt
glücklich vergnügt geladen verwirrt
heiter zufrieden irritiert wütend
hoffnungsvoll zuversichtlich lethargisch zornig

Gewaltfreie (Einfühlsame) Kommunikation - Eine Sprache des Lebens

Die Gewaltfreie Kommunikation (GfK) ist ein Konzept, das von Marshall B. Rosenberg entwickelt wurde. Es soll Menschen ermöglichen, so miteinander umzugehen, dass der Kommunikationsfluss zwischen ihnen verbessert wird. GfK kann sowohl bei der Alltags-Kommunikation als auch bei der friedlichen Konflikt-Lösung im persönlichen, beruflichen oder politischen Bereich hilfreich sein.

Sie versteht sich nicht als Technik, die andere Menschen zu einem bestimmten Handeln bewegen soll, sondern als Grundhaltung, bei der eine wertschätzende Beziehung im Vordergrund steht. Synonyme sind Einfühlsame Kommunikation, Verbindende Kommunikation, Sprache des Herzens, „Giraffensprache“.


Erläuterung des Konzepts von Rosenberg


Empathie ist nach Rosenberg eine Grundvoraussetzung gelingender Kommunikation. Er geht davon aus, dass die Form, in der Menschen miteinander kommunizieren, einen entscheidenden Einfluss darauf hat, ob sie Empathie für ihr Gegenüber entwickeln und ihre Bedürfnisse erfüllen können. Außerdem nimmt er an, dass Menschen unter freien Bedingungen die empathische Verbindung zum Mitmenschen suchen.

Die GfK soll helfen, sich ehrlich auszudrücken und empathisch zuzuhören. Sie ist auf die Bedürfnisse und Gefühle gerichtet, die hinter Handlungen und Konflikten stehen. Sie ist weniger als eine Kommunikations-Technik zu betrachten, sondern mehr als eine Bewusstwerdung über Möglichkeiten des empathischen Kontaktes.

Dabei ist es nicht nötig, dass beide Kommunikationspartner GfK anwenden.
Rosenberg nimmt an, dass jeder Mensch gern bereit sei, etwas für einen anderen Menschen zu tun, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind (z. B. die Anfrage als Bitte formuliert ist und nicht als Forderung, er nicht den Eindruck hat, dadurch eine Pflicht abzuarbeiten oder den anderen in eine Pflicht zu setzen etc.).

Dieses Menschenbild geht auf die der humanistischen Psychologie entlehnte Haltung zurück, in einer schädigenden Aktion eines Individuums nicht den Ausdruck des inneren Wesens zu sehen, sondern die „fehlgeleitete“ Strategie eines eigentlich positiven Impulses (Rosenberg bezieht sich besonders auf Carl Rogers). So nennt Rosenberg jede Form von Gewalt einen tragischen Ausdruck eines unerfüllten Bedürfnisses.


Quelle: Wikipedia



Grundlagen und Ziele:



  • Befriedigende Beziehungen aufbauen und erhalten
  • Unsere Bedürfnisse zu befriedigen, ohne anderen Gewalt anzutun
  • Schmerzliche Kommunikation verändern
  • Konflikte wandeln
    Grundlage sind folgende Annahmen:
  • Alle Menschen möchten ihre Bedürfnisse befriedigt bekommen.
  • Wir leben in guten Beziehungen, wenn wir diese Bedürfnisse durch Zusammenarbeit statt durch aggressives Verhalten erfüllen.
  • Jeder Mensch hat bemerkenswerte Ressourcen (Fähigkeiten), die uns erfahrbar werden, wenn wir durch Einfühlung mit ihnen in Kontakt kommen.
  • Jedes Verhalten ist der mehr oder weiniger gelungene Versuch, ein Bedürfnis zu erfüllen.
  • Jedes Bedürfnis dient dem Leben, insofern gibt es keine „negativen“ Bedürfnisse!
Wir Menschen sind soziale Wesen und in vielen unserer Bedürfnisse voneinander abhängig!


Gefühle

Die meisten Menschen sind es gewohnt, den Grund für ihre Gefühle in den Handlungen der anderen zu sehen:
„Ich bin traurig, weil du zu spät kommst!“
„Ich fühle mich verletzt, weil du mich für unehrlich hältst.“

In der Gewaltfreien Kommunikation fühle ich mich niemals so, weil du ..., sondern weil ich ...
„Ich bin traurig, weil ich gerne die Zeit mit dir verbracht hätte.“

Wir machen einen Unterschied zwischen Auslöser und Ursache / Grund

Die Ursache unserer Gefühle sind unsere Bedürfnisse. Das Verhalten des anderen ist der Auslöser, es weist uns auf unsere Bedürfnisse hin.
Wir verhalten uns so, dass Bedürfnisse anderer manchmal erfüllt sind und manchmal nicht erfüllt sind. Wegen dieser erfüllten oder nicht erfüllten Bedürfnisse fühlen wir uns dann froh, befriedigt oder eben traurig und frustriert.

Also: Nicht die Handlungen des anderen lassen uns Gefühle erleben, sondern unsere erfüllten oder nicht erfüllten Bedürfnisse.

Oft wissen wir nicht, welches Bedürfnis im Moment unerfüllt ist.
Die Klarheit über unsere Bedürfnisse versetzt uns in die Lage, eine ganz konkrete Bitte an den anderen zurichten, die auf die Erfüllung unseres
Bedürfnisses gerichtet ist.

Wir unterscheiden zwischen Gefühlen, die wir positiv erleben, d.h. wenn unsere Bedürfnisse erfüllt sind, und solchen, die wir spüren, wenn unsere Bedürfnisse nicht erfüllt sind.



Hildes Sammelecke: GFK - empathisch miteinander kommunizieren - Teil 1

Hilde : Bist du ein wenig mit GFK – Gewalt­freie Kommuni­kation ver­traut?   KI : Ja, ich bin mit der Gewaltfreien Kommuni­kation (...